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Das Gute aus der Grube

Das Baggerfahren liegt Adrian Nobs im Blut. Konzentriert steuert er den neuen Liebherr R 956. Ein Ungetüm mit einer Baggerschaufel wie ein Drachenmaul. «Mich faszinieren grosse Maschinen, darum arbeite ich besonders gern hier in der Grube», sagt der gelernte Gärtner, der sich maschinentechnisch sozusagen hochgearbeitet hat. Nun sitzt er am liebsten in der Kabine des 60-Tönners und baut Lehm ab. Schicht für Schicht.

Auf den ersten Blick unscheinbar, aber unglaublich wertvoll sei das Material, das die Natur hergebe: «Der Lehm ist ein ganz besonderer Baustoff», sagt Adrian Nobs. «Man kann ihn abbauen, mischen, aufbereiten und brennen und hat dann ein fertiges, hochwertiges Tonprodukt in den Händen. Das ist immer wieder verblüffend.»

Bei Wind und Wetter draussen
Adrian Nobs leitet das sechsköpfige Team für den Lehmabbau und die Aufbereitung am Standort von Gasser Ceramic in Rapperswil BE. Jeweils drei Personen arbeiten in der Grube, zwei in der Aufbereitung. Ein Mann kümmert sich um den Transport aus den Lehmgruben von anderen Standorten. «Die Arbeit ist facettenreich. Wenn es trocken ist, haben wir eine Staublandschaft, nach einem starken Regen bleiben wir fast im Schlamm stecken», erzählt Adrian Nobs.

Frühmorgens geht er zuerst ins Büro, liest seine E-Mails und erledigt, was administrativ ansteht. Danach gehts so schnell wie möglich nach draussen. «Wir unterstützen uns gegenseitig. Mir ist wichtig, dass alle im Team überall einsetzbar sind. Das macht uns effizient und ist zudem abwechslungsreich.»

In der Grube bauen die Männer den Lehm selektiv ab. Das heisst, sie lösen die verschiedenen Lehmschichten mit dem Bagger und sortieren das Material je nach Beschaffenheit und vorgesehenem späterem Gebrauch. Anschliessend gelangt der Lehm durch den Walzenbrecher auf die sogenannten Rüsthaufen. Von dort transportiert ein Mitarbeiter das Material mit einem Pneulader in die Aufbereitung. Der Lehm wird hier nochmals zerkleinert, gemischt und mit Wasser benetzt, damit er für die Weiterverarbeitung die richtige Feuchtigkeit behält.

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«Erst wenn unsere Qualität stimmt, ist auch das Endprodukt gut. Das ist ein super Gefühl.»

Adrian Nobs

Mit Stolz bei der Sache
Wenn er in der Grube arbeitet, strahlt Adrian Nobs. Hier ist er in seinem Element. «Ich schätze insbesondere die hohe Selbstständigkeit. Mir wird diesbezüglich sehr viel Vertrauen entgegengebracht.» Und noch etwas mache seine Arbeit zu etwas ganz Besonderem: «Fast bei jedem neueren Haus, an dem ich vorbeifahre, sehe ich unsere schönen Dachziegel. Sie sind aus dem Lehm, den wir im Team abgebaut haben. Wir sind dafür verantwortlich, dass der Lehm gut aufbereitet ist. Und erst wenn unsere Qualität stimmt, ist auch das Endprodukt gut. Das ist ein super Gefühl.»

Adrian Nobs
Adrian Nobs ist 35 Jahre alt und seit sechs Jahren bei Gasser Ceramic. Seit 2019 leitet er das Team in der Grube und der Aufbereitung. Er wohnt mit seiner Frau und seiner Tochter in Seedorf, und in Schüpfen betreibt die Familie nebenberuflich einen Bauernhof. Auch auf seinen Raps- und Getreidefeldern steuert Adrian Nobs die Landmaschinen am liebsten selbst.

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