Blockrandbebauung: Wie durchdachte Baustoffe verdichtete Quartiere lebenswert machen
Schweizer Städte und Agglomerationen wachsen. In Zukunft müssen sie nach innen verdichtet werden. Ein bewährtes und erfolgreiches Konzept ist die Blockrandbebauung. In der Praxis entscheiden jedoch oft die Baustoffe über Erfolg oder Misserfolg: Sie bestimmen, ob die Ziele in Bezug auf Energieeffizienz und Schallschutz tatsächlich erreicht werden. Capo-Mauerwerk und Silencio-Schalldämmsteine von Gasser Ceramic sind auf die Anforderungen verdichteter Wohnbebauung ausgelegt und liefern in beiden Disziplinen messbare Resultate.
Die Schweiz wächst. Bis 2050 wird die Bevölkerung um etwa eine Million Menschen anwachsen. Gleichzeitig sollen neue Siedlungen nicht die Landschaft zersiedeln, sondern in bestehenden Städten und Agglomerationen entstehen. Das ist die zentrale Herausforderung der Raumplanung – und hier kommt Blockrandbebauung ins Spiel.
Blockrandbebauung ist kein neues Konzept. Die Altstädte unserer Schweizer Städte sind das ursprüngliche Beispiel: L-, U- oder O-förmig angeordnete Gebäude mit 4 bis 6 Stockwerken, die zur Strasse hin orientiert sind und einen geschützten, grünen Innenhof schaffen. Dieses Prinzip funktioniert seit Jahrhunderten. Und es funktioniert auch heute noch, wenn es richtig umgesetzt wird.
Aktuelle Forschung bestätigt das: Die Sotomo-Studie «Potenziale für nachhaltige Innenentwicklung»¹ zeigt, dass auf 30 Prozent der bestehenden Siedlungsflächen ein sinnvolles Verdichtungspotenzial besteht. Wohnraum für zwei Millionen Menschen könnte auf bereits erschlossenem Land entstehen – ohne neue Zersiedelung. Blockrandbebauung ist dabei ein Schlüsselinstrument: Sie ermöglicht hohe Dichte bei gleichzeitig hoher Wohnqualität.
Doch die zentrale Erkenntnis der Forschung lautet: Dichte allein reicht nicht. Dichte muss mit Siedlungsqualität verbunden werden. Genau hier setzen wir von Gasser Ceramic an.
Was macht Blockrandbebauung lebenswert?
Blockrandbebauung schafft mehr als nur Wohnraum. Sie schafft Quartiere mit eigener Identität. Für Architekt:innen, Planer:innen, Investoren:innen und Gemeinden sind dabei vier Aspekte zentral:
1. Soziale Durchmischung und lebendige Erdgeschosse
2. Geschützte Innenhöfe für Gemeinschaft und Natur
3. Privatsphäre trotz Dichte
Dichte bedeutet nicht automatisch Lärm und fehlende Privatsphäre. Mit den richtigen Baustoffen lässt sich das Gegenteil erreichen. Eine gute Schalldämmung und die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung der Wohnräume sind entscheidend, damit sich Bewohner:innen in ihren eigenen vier Wänden wirklich zuhause und geborgen fühlen. Das erhöht die Attraktivität für Mieter:innen und Käufer:innen.
4. Sicherheit ohne Kompromisse
Mit 4 bis 6 Stockwerken bleibt der Blockrand innerhalb der Höhe, die Feuerwehrleitern standardmässig erreichen. Das bedeutet: Keine zusätzlichen, teuren Rettungsmassnahmen sind nötig. Gleichzeitig schaffen die geschlossenen Blockstrukturen halböffentliche Räume, die Gemeinschaftsgefühl und Sicherheit stärken. Robuste, nicht brennbare Baustoffe wie Backstein tragen zudem massgeblich zum Brandschutz und zur strukturellen Sicherheit des gesamten Quartiers bei.
Durchdachte Baustoffe: Die Basis für stabile Quartiere und langfristige Werte
Blockrandbebauung funktioniert nur, wenn die Materialien stimmen. Hier setzen zwei Lösungen von uns an:
1. Capo-Mauerwerk: Gefülltes, hochdämmendes Backsteinmauerwerk
Capo-Mauerwerk ist das Fundament verdichteter, lebenswerterer Quartiere. Es bietet:
- Natürliche Regulierung: Backstein speichert Wärme und Feuchtigkeit. Das schafft ein gesundes Raumklima – ohne aufwendige Technik. Besonders wichtig in verdichteten Quartieren, wo die Luftqualität eine Rolle spielt. Dies ist ein entscheidender Faktor für das Wohlbefinden der Bewohner:innen und damit für die Stabilität des Quartiers.
- Energieeffizienz: Mit Dämmung gefülltes Capo-Mauerwerk erreicht Passivhaus-Standards. Das senkt Betriebskosten und trägt zum Klimaschutz bei – ein zentrales Anliegen bei der Innenverdichtung. Für Investoren:innen bedeutet dies geringere Nebenkosten und eine höhere Attraktivität der Immobilie.
- Brandschutz: Backstein ist nicht brennbar und leistet keinen Brandbeitrag. Das ist ein entscheidender Vorteil für verdichtete Bebauung, wo Sicherheit oberste Priorität hat.
- Langlebigkeit: Backsteine halten Jahrzehnte, sind wartungsarm und können am Ende des Lebenszyklus vollständig wiederverwertet werden. Das ist nachhaltiges Bauen im echten Sinne
2. Silencio-Schalldämmsteine: Privatsphäre in verdichteten Quartieren
Eines der grössten Bedenken bei Blockrandbebauung ist Lärm. Zu Recht, denn in dicht bebauten Quartieren sind Nachbar:innen nah beieinander. Silencio-Schalldämmsteine lösen dieses Problem:
- Schalldämmung der Extraklasse: Silencio-Steine reduzieren Luftschall auf ein Minimum. Mit einer Schallschicht werden problemlos 55 dB erreicht – für Stockwerkeigentum mit erhöhten Anforderungen (57–60 dB) sind zwei Schallschichten nötig. Das bedeutet: Ruhige Schlafzimmer, auch wenn nebenan gelebt wird. Diese hohe Wohnqualität ist ein Schlüssel zur Zufriedenheit der Bewohner:innen und zur Reduktion von häufigen Mieterwechseln.
- Einfache Verarbeitung: Silencio Backsteine lassen sich wie herkömmliches Mauerwerk verarbeiten. Kein Mehraufwand für Handwerker:innen, keine komplizierten Spezialverfahren.
- Wertsteigerung: Gute Schalldämmung und natürliche Raumklimaregelung erhöhen die Wohnqualität – und damit den Marktwert der Immobilien erheblich. Dies ist ein klares Plus für Investoren:innen und sichert die Attraktivität des Quartiers für die Gemeinde.
Photovoltaik im Blockrand: Energieautarkie mit Stil
Blockrandbebauung bietet auch Chancen für erneuerbare Energien. In Innenstädten und denkmalgeschützten Gebieten sind integrierte Photovoltaik-Systeme auf Steildächern ideale und elegante Flächen zur Energiegewinnung. Sie fügen sich harmonisch ins Stadtbild ein und ermöglichen Energieautarkie, ohne das historische Erscheinungsbild zu beeinträchtigen. Gasser Ceramic hat sich auf solche integrierten Steildach-Lösungen spezialisiert – ideal für Blockrandbebauung in historischen Quartieren.
Blockrandbebauung in der Praxis: Was Architekt:innen, Planer:innen, Investoren:innen und Gemeinden wissen sollten
Die Forschung ist eindeutig: Blockrandbebauung funktioniert. Doch in der Praxis gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
Grundrissplanung mit Bedacht
Die Balance zwischen Dichte und Grünraum
Innenhöfe mit Grün sind nicht Luxus, sondern Notwendigkeit. Sie sind entscheidend für Kühlung, gegen Überhitzung in Städten und für die psychische Gesundheit der Bewohner:innen. Hier sollten Planer:innen nicht sparen. Denn diese Grünflächen erhöhen die Lebensqualität im Quartier und machen es für Bewohner:innen attraktiver, langfristig zu bleiben.
Höhe und Massstab
4 bis 6 Stockwerke sind ideal: Sie wirken einladend, nicht erdrückend. Sie ermöglichen effiziente Flächennutzung ohne die Anonymität und speziellen Brandschutzmassnahmen von Hochhäusern. Diese moderate Höhe fördert die soziale Interaktion im Quartier.
Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
Die Schweiz steht vor einer Verdichtungswelle. Städte und Agglomerationen müssen wachsen – nach innen, nicht nach aussen. Blockrandbebauung ist dabei nicht nur eine Lösung, sondern die Lösung.
Gleichzeitig zeigt die ETH-Forschung: Verdichtung wird von der Bevölkerung akzeptiert, wenn sie mit günstigen Wohnungen und Grünraum verbunden ist. Das ist genau das, was Blockrandbebauung bietet.
Für Architekt:innen und Planer:innen bedeutet das: Jetzt ist der Moment, Blockrandbebauung nicht als Kompromiss, sondern als Chance zu sehen. Mit den richtigen Baustoffen – Capo-Mauerwerk für Energieeffizienz und Langlebigkeit, Silencio für Privatsphäre und Wohnqualität – lässt sich verdichtetes Bauen so umsetzen, dass es allen nutzt.
Mit den Lösungen von Gasser Ceramic setzen Sie Blockrandbebauung nicht nur um. Sie machen sie zum Vorbild für die lebenswerten Orte von morgen: Verdichtet gebaut, sozial durchmischt, energieeffizient, sicher und privat. Dies schafft stabile und attraktive Quartiere, die sowohl für Investoren:innen als auch für Gemeinden von grossem Wert sind.
Quellen:
- Sotomo: «Potenziale für nachhaltige Innenentwicklung» (2025). Verfügbar unter: https://sotomo.ch/site/wp-content/uploads/2025/10/Potenziale_Innenentwicklung_Sotomo.pdf
- ETH Zürich, David Kaufmann et al.: «Was Städte tun können, damit ihre Verdichtung akzeptiert wird» (2024). Verfügbar unter: https://www.espacesuisse.ch/de/im-fokus/was-staedte-tun-koennen-damit-ihre-verdichtung-akzeptiert-wird
Blockrandbebauung aus Sicht der Gemeinde
Verdichtetes Bauen schafft neuen Wohnraum, muss aber gleichzeitig die Lebensqualität langfristig sichern. Am Beispiel der Überbauung Riverside zeigt Gemeindepräsident Patrick Marti auf, welche Bedeutung eine qualitätsvolle Innenentwicklung für Zuchwil hat und worauf es aus Sicht der Gemeinde bei der Entwicklung lebenswerter Quartiere ankommt.