Thomas Strässler und Rudolf Gasser im Interview

Thomas Strässler, Strässler Architektur AG, Biel, und Rudolf Gasser, Leitung Gasser Ceramic, im Gespräch über Bauqualität, Loyalitätskonflikte und das gute Raumgefühl.

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Thomas Strässler und Rudolf Gasser im Interview

Thomas Strässler, Strässler Architektur AG, Biel, und Rudolf Gasser, Leitung Gasser Ceramic, im Gespräch über Bauqualität, Loyalitätskonflikte und das gute Raumgefühl.

Das Produkt soll zum Projekt passen

Über das Einsteinmauerwerk wird geredet. Das ist schon mal gut. Wir wollten es genau wissen und haben einen Architekten, der monolithisch baut, an den runden Tisch eingeladen.

Thomas Strässler, Sie sind ein echter Capo-Fan. Woher kommt’s?
Meine Freude am Capo hängt eng mit dem Anspruch nach höchster Bauqualität und dem Thema Aussendämmung zusammen. Wir haben, ehrlich gesagt,…

… genug davon, Häuser in Kunststoffhüllen einzupacken?
So kann man das sagen, ja. Aussendämmungen sind einfach und kostengünstig. Realität ist auch, dass es rasch viele Schäden gibt. Und wer sich auf die Fahne schreibt, in Sachen Energie und Ökologie fortschrittlich zu sein, kommt bei der Kompaktfassade rasch in einen Loyalitätskonflikt – schliesslich bauen wir für den Bauherrn und nicht für uns. Und da ist die beste Lösung gefragt. Monolithisches Mauerwerk ist für uns deshalb eine echte Alternative.

Sie haben die Wohnüberbauung Champagne in Biel mit Capo realisiert. Welches sind Ihre Erfahrungen?
Im Grundsatz sind sie positiv. Das Produkt überzeugt. Anspruchsvoll wirds auf der Baustelle. Ein hochwertiges Produkt, wie es der Capo ist, verlangt nach qualifizierten Fachkräften, die es präzise verarbeiten. Auf den Baustellen ist eine solche Verarbeitung leider nicht immer gegeben. Darunter leidet dann die gesamte Qualität. Hier sind die Baumeister gefordert.

Etwas anderes ist die Planung. In der Theorie sind alle Details gelöst. Bei der Umsetzung ist die Lösung nicht immer ganz so einfach. Bei der Überbauung in Biel konnten wir viele Erfahrungen sammeln, die wir bei einem nächsten Bauprojekt einfliessen lassen werden.

Was heisst das konkret?
Letztlich soll das Produkt immer zum Projekt passen. Weil wir, wie erwähnt, von Capo überzeugt sind, werden wir die Planung zukünftig noch genauer auf dieses spezifische Produkt abstimmen. Wir werden gleichsam um den Capo herumplanen – für ein bestes Resultat.

«Als Investor betrachte ich das als sehr grossen Vorteil.»

Knapp 90 Prozent der 62 Wohnungen in der Champagne sind vermietet. Haben Sie Reaktionen seitens der Bewohner?
Die Bewohner sprechen von gutem Raumklima. Bereits bei den Besichtigungsterminen ist oftmals der Satz «Ich fühle mich hier einfach wohl» gefallen. Die Gebäudehülle leistet hierzu neben dem architektonischen Konzept und der Gesamtqualität einen wichtigen Beitrag.

Das gute Raumklima als Vorteil für den Bewohner. Welchen zentralen gibt es für den Investor?
Die Geschwindigkeit: Alles geht sehr schnell. Ist das Haus aufgemauert, ist es so weit fertig. Es braucht weder zusätzliche Dämmung noch Isolierung
– das ermöglicht beispielsweise, dass der Innenausbau auch im Winter erfolgen kann. Dann, wenn andere Baustellen «pausieren». Als Investor betrachte ich das als sehr grossen Vorteil.

Das heisst, Sie planen bereits wieder mit Capo … (lacht)
Das ist korrekt: Unser nächstes Capo-Projekt ist eine Überbauung im Aargauischen Menziken mit 56 Wohnungen. Sie wird dem Capo sozusagen auf den Leib geschneidert sein.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten?
Ich wünsche mir von den Baumeistern mehr Sorgfalt bei der Ausführung.

Und was empfehlen Sie Berufskollegen in Zusammenhang mit monolithischem Bauen?
Probiert es aus.

Wohnpark Champagne in Biel gebaut mit Capo-Einsteinmauerwerk von Gasser Ceramic

Bei den 62 Mietwohnungen, die im Wohnpark Champagne in Biel realisiert wurden, ist das Einsteinmauerwerk Capo im Einsatz (total 2’250 m2). Strässler Architektur AG ist Investorin und zeichnete verantwortlich für die Bauleitung.

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